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Siegerfoto mit Preisträgern und Organisatoren
(v.l.) Peter Deckers (Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen), Mehmet Durmus (3. Platz), Felix Altenrath („Lieblingsstück“), Jens-Ulrich Meyer (Vorstand Aachener Bank), Dr. Petronella Prottung (Leiterin der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg), Peter Jorias (Vorstand Aachener Bank), Julian Jacobs (1. Platz) und Paul Sous (2. Platz). Foto: Handwerkskammer Aachen

Ein Sitz zum Luftholen


„Rosenberger Designpreis“ für ausgezeichnete Handwerksstücke

Pressemitteilung Akademie für Handwerksdesign

Aachen. „Läuft bei Julian Jacobs.“ Das kann man derzeit ohne Zweifel sagen. Denn der Steinmetz und Steinbildhauer, der an der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg sein Examen abgelegt hat, erhielt innerhalb von wenigen Tagen neben seinem Zeugnis und einem Förderpreis für den Studiengangsbesten eine weitere Auszeichnung: den „Rosenberger Designpreis“. Dieser wurde zum fünften Mal von Handwerkskammer Aachen und Aachener Bank vergeben.

Jacobs‘ Sitzobjekte „Pulmo“ (lateinisch: Lunge) haben die Jury, bestehend aus Vertretern der Handwerkskammer, der Aachener Bank, der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region, und der Akademie, überzeugt.

Sitzen wird beim „neuen“ Handwerksdesigner zu einer Rauminszenierung, er verfolgt damit einen komplett neuen Ansatz. Kautschuk, Textil und Stahl harmonieren, die Ballonkörper sind mit Druckluft gefüllt und spiegeln das Atmen wider. Für seine Arbeit erhielt Jacobs ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

18 Absolventen der Akademie für Handwerksdesign, einem Bildungszentrum der Handwerkskammer Aachen, hatten sich um den „Rosenberger Designpreis“ beworben. Die feierliche Auszeichnung fand in der Hauptgeschäftstelle der Aachener Bank statt. Das Geldinstitut unterstützt den Wettbewerb, es gibt die Siegprämien und stellt seine Räume für die Ausstellung der Examensarbeiten zur Verfügung.

Besondere Fähigkeiten

„Formgebung, Gestaltung, Design – sie alle haben im Handwerk eine große Bedeutung“, sagte Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, in seinem Grußwort. „Die Kunden verlangen immer häufiger individuelle Produkte, das besondere Etwas. Entwerfen und schaffen können solche Stücke jedoch nur Handwerker mit besonderen Fähigkeiten, ebensolche wie die Absolventen unserer Akademie.“ Die Studierenden, die dort ihr Examen ablegten, verfügten alle über hervorragende Kenntnisse und Fähigkeiten in Design und Unternehmensführung. Nach diesem Erfolg stünden ihnen viele Türen offen. Deckers bedankte sich bei der Aachener Bank, dass die ausdrucksstarken Arbeiten jetzt in ihrer Zentrale einer breiten Öffentlichkeit gezeigt werden können.

Mit dem zweiten Preis zeichnete die Jury den Schilder- und Lichtreklamehersteller sowie Handwerksdesigner Paul Sous für seine Arbeit „ZuhausDaheim“ aus. Den dritten Platz belegte der Bootsbauer und Handwerksdesigner Mehmet Durmus mit „Drop“. Beide erhalten 500 Euro Preisgeld.

Sous verbindet Gebäude und Emotion mittels Lichtstimmungen, die das Innenleben der Architektur bei Tag und Nacht reflektieren. Durch Blaupausen projiziert er selber fotografierte architektonische Motive aus seiner Heimatstadt Aachen auf recycelte Holzplatten. Fenster oder Türen werden partiell ausgeschnitten und mit Plexiglas hinterlegt. Durch batteriebetriebene LED-Beleuchtung entstehen die spannenden Lichtstimmungen.

Durmus hat die Jury mit seinem Boot „Drop“ überzeugt. Es besteht aus Carbon und zeigt keine einzige Nahtstelle. Das „Schiffchen“ eignet sich zum entspannten Fahren zu zweit. Gestalterisch wertvoll sind vor allem die souveräne Linienführung sowie die plastische Auseinandersetzung und gekonnte Wiedergabe von Volumen.

Jens Ulrich Meyer, Vorstand der Aachener Bank, hebt die hohe Qualität der Examensarbeiten hervor. Für ihn und die weiteren Mitglieder der Jury sei es keine leichte Aufgabe gewesen, aus so vielen guten Arbeiten drei Preisträger auszuwählen. „Deshalb sind wir froh, dass wir auch die übrigen Arbeiten hier in unserem Haus für eine Zeit ausstellen können“, so Meyer.

Bei der Vergabe des „Rosenberger Designpreises“ kommt es vor allem auf Originalität, innovative Gestaltung, den Entwurf und die handwerklich-technische Ausführung an.

Eine besondere Auszeichnung erhielt der Tischler und Meisterdesigner, Felix Altenrath. Sein Sideboard „Trapez“ hatte den Besuchern der Examensausstellung auf Gut Rosenberg am besten gefallen, so dass er den Wettbewerb „Mein Lieblingsstück“ gewann. Laut Akademieleiterin Dr. Petronella Prottung ist seine Arbeit ein „Meisterstück aus massivem Nussbaum, das technisch sehr ausgefeilt ist“.

Alle Besucher, die bei der Ausstellung auf Gut Rosenberg ihre Stimme abgaben, nahmen an einer Verlosung teil. Bei dieser wurde Uwe Schnakenberg als glücklicher Gewinner gezogen. Sein Preis ist ein handwerkliches Designgeschenk.

Die Ausstellung der Examensarbeiten ist bis Mittwoch, 27. Juli, in der Hauptgeschäftsstelle der Aachener Bank, Theaterstraße 5, zu sehen. Öffnungszeiten: montags und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr, dienstags und mittwochs von 8.30 bis 17 Uhr, und freitags von 8.30 bis 13 Uhr.